Bei zugelaufenen oder eingefangenen Tieren ist es nicht auszuschließen, dass sie ausgesetzt wurden. Leider sind die Erfolgsaussichten gering, die ehemaligen Besitzer zu ermitteln. In den letzten Jahren gelang dieses erst zweimal, als zwei Rehpinscher beim Tierheim ausgesetzt worden waren, die erst nach drei Tagen eingefangen werden konnten, da sie sehr scheu waren. Über ein halbes Jahr später wurden die Täter mit Hilfe eines Mitgliedes, einem Polizeibeamten, ermittelt und später zu je einer Geldstrafe verurteilt. Der zweite Fall waren ausgesetzte Perserkätzchen. Auf dieser Seite stellen wir ältere Fälle vor, um zu zeigen, wie manche Menschen mit Tieren umgehen.
Tiermord- und Verstümmelungsserie im Kreis Schwäbisch Hall (2008)
Seit mehr als 10 Jahren findet in
Obersontheim-Mittelfischach (Kreis Schwäbisch Hall) eine Tiermord- und
Verstümmelungsserie statt, die sich in den letzten 12 Monaten stark intensiviert hat. Im
Bereich Friedhof Bühlweg bis Fischachstraße sind innerhalb der letzten 9
Monate insgesamt mindestens 9 Katzen erstochen, verstümmelt und/oder beschossen und mit
brutalsten Schlägen misshandelt worden.
Bisheriger Höhepunkt der Serie war die
Kalenderwoche 39-2008, in der eine Hauskatze mit einem Luftgewehr angeschossen und
anschließend am Boden liegend so brutal getreten wurde, dass in der Hüfte
Trümmerbrüche entstanden.
Zuvor wurden in diesem Jahr 7 Katzen von nur
zwei Familien erstochen, vergiftet und in der Art misshandelt, in dem eine Katze so
gehäutet wurde, dass ein Teil des Fells über den Kopf gezogen wurde.
Nachdem bei derartigen Taten von einer
Dunkelziffer von mehr als 80 Prozent ausgegangen werden kann, dürfte sich die
tatsächliche Anzahl der Quälereien jenseits des menschlichen Vorstellungsvermögens
bewegen.
Bereits vor mehreren Jahren nahm diese Serie
ihren Anfang, bei der Anwohner einen abgetrennten Katzenkopf in einer Plastiktüte fanden,
mehrere Hunde vergiftet wurden und immer wieder von verschwundenen bzw. tot aufgefundenen
Katzen berichtet wird. Mehrere Strafanzeigen sind mittlerweile bei dem Polizeiposten
Bühlertann eingegangen, was zu umfassenden Ermittlungen führte, nicht zuletzt aus dem
Grund, weil Schusswaffen innerhalb bewohnten Gebietes eingesetzt wurden und nicht
ausgeschlossen werden kann, dass ein Täter dieses Kalibers auch Kinder und andere
Personen irgendwann nicht mehr verschont.
Weiterhin sind deutliche Hinweise auf
ausgelegte Drahtschlingen des Täters vorhanden. Nachdem klar ist, dass hier ein
Tierhasser und Tierquäler sein Unwesen treibt, hat eine Betroffene einen Flyer
entworfen und an alle Haushalte in Mittelfischach verteilt, in dem dazu aufgerufen wird,
ähnliche Quälereien eigener Tiere oder Beobachtungen in diesem Zusammenhang zu melden
und ebenfalls Anzeige zu erstatten.
Der Bürgermeister der Gemeinde Obersontheim
wurde im September 2008 über diese Vorgänge informiert, zeigt sich selbst betroffen und
will den Sachverhalt im Mitteilungsblatt der Gemeinde darstellen.
Der
Tierschutzverein setzte eine Belohnung von 200
Euro für Hinweise aus, die zum Ergreifen des Täters führen!! Von privater Seite
wurde diese auf 500 erhöht! Leider ohne Erfolg.
Ein weiter Fall von Tiermord: Vergiftet!!
Max wurde abgegeben, weil er keine Kinder mag. Er musste in tierärztliche Behandlung . (Stress des "Umzugs" nicht verkraftet?) Nach zwei Tage starb Max trotz aller medizinischen Hilfe. Die Obduktion ergab, dass er mit Rattengift vergiftet wurde.
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Der heruntergekommene Hund musste geschoren
werden, da er total verfilzt war. Er wurde in einem Hasenstall an einer 2 m langen Kette
gehalten. Nach Intervention des Veterinäramtes wurde er an den Verein abgetreten! Der Cainterrier hat es leider nicht geschafft, sein Zustand war zu schlecht.
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54!! Katzen wurden beschlagnahmt und dem Verein übereignet.
Sie kamen aus einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Es sind fast alles reinrassige Norwegische Waldkatzen, also Katzen mit längerem Haar. Die Tierschutzvereine Backnang (12 Tier) und Hohenlohekreis (8) halfen uns, da wir so viele niemals hätten unterbringen können. Dafür auch an dieser Stelle vielen Dank. Die Katzen waren etwa 2- 4 Jahre alt.
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Schwäbisch Hall: Inni streunte in der Innenstadt von Schwäbisch Hall, war total verfilzt und schwer unterernährt, wie man auf dem Bild sieht. Er hätte von der Finderin ein neues Zuhause bekommen, wenn er nicht nach vier Tagen an einem Schlaganfall gestorben wäre.

Tierheim: Beim Tierheim fand ein Spaziergänger einen Hund, der schon zu schwach war um selbst zu laufen. Unser Tierpfleger musste ihn ins Tierheim tragen. Nach seiner Ansicht war der Hund mindestens 14 Tage unterwegs, so abgemagert war er.
Zwei Perserkater
wurden im Bereich der Ortschaft Rinnen ausgesetzt. Beide waren völlig
kraftlos und heruntergekommen, verfilzt und voller Zecken. Sie mussten geschoren (s. Bild)
und intensiv behandelt werden. Nachforschungen ergaben eine Spur zu der vermutlichen,
ehemaligen Besitzerin. Der Vorsitzende hat Anzeige erstattet.
Die ehemalige Besitzerin legte bei der Polizei ein Geständnis ab, nachdem die Beweise,
die der Verein vorgelegt hatte, nicht zu entkräften waren.
In Mainhardt lief ein
Kater zu, der in einem Ohr eine Tätowierung hatte, die vermuten ließ, dass es sich dabei
um eine Postleitzahl handelte. Intensive Nachforschungen führten zu einer Tierärztin im
Heilbronner Raum, die allerdings keine Angaben über den Besitzer machen konnte. Sie
vermutete, dass es sich um eine, zum Zeitpunkt der Kastration herrenlose Katze handeln
würde, da sie diese nur mit der PLZ tätowiert.
Eine Fundanzeige in der dortigen Presse führte zum Erfolg. Der Kater war seit drei Wochen
verschwunden. Vermutlich war er in ein Auto eingestiegen.
Eine Hündin mit acht!! 14-Tage alten Welpen wurde aus Michelbach/Bilz ins Tierheim eingeliefert. Ein Nichtsesshafter hatte seine "Unterkunft" verloren und konnte die Tiere natürlich nicht mehr "halten".
Eines Morgens fand eine Mitarbeiterin vor dem Tor des Tierheims ein Käfig mit einem Meerschweinchenpaar und deren acht "Babys". Sie waren notdürftig vor dem starken Regen mit einer Decke geschützt, hatten es aber gut überstanden. Ein Zettel lag dabei mit der Nachricht: "Auf der Autobahn gefunden" - kein Name oder Hinweis auf den "Finder", genauso wie bei einer Ratte, die jemand mit Käfig "gefunden " hatte.
Zwischen Geislingen und der alten B 14 wurde ein Schäferhundmischling
(schwarz/gelb) an einem Baum mit einem Bergsteigerseil angebunden. Das Tier wurde mit
Sicherheit ausgesetzt. Der Vorsitzende erstattete Anzeige, die Hundestaffel der
Polizeidirektion nahm die Ermittlungen auf. Der Besitzer konnte aber nicht ermittelt
werden.
Beim Tierheim lief tagelang ein Schäfer/Rottweiler-Mischling herum, der lange nicht eingefangen werden konnte. Keine Verlustmeldung - Fazit: AUSGESETZT
In der Nähe von Sulzbach-Laufen liefen einem Landwirt zwei Berner Sennenhunde zu. Er konnte sie in einer Garage einsperren und benachrichtigte Polizei und den Verein. Da die beiden sehr ängstlich waren, dauerte es fast zwei Stunden, bis der Vorsitzende und seine Frau sie an der Leine hatten und ins Tierheim bringen konnten. Es meldete sich niemand, der die Hunde vermisste. Da sie auch sehr ungepflegt waren, bestand der naheliegende Verdacht, dass sie ausgesetzt worden waren.
14 Tage später musste der nächste Berner Sennnerhund bei Sulzdorf eingefangen werden. "Nero" war genauso scheu und stammte mit Sicherheit aus demselben "Stall".
Ein Rottweiler-Mischlings-Welpe war völlig "fertig" ein paar Kilometer vom Tierheim entfernt aufgegriffen worden. Wir ermittelten wegen Aussetzens, da wir den "Hauch" einer Spur hatten. Leider ohne Ergebnis
Drei Ziegen mussten im Winter ohne jeglichen Schutz im Schnee liegen und wurden nur unzureichen ernährt. Wir konnten den Besitzer überzeugen, die Tiere abzugeben und sie im Tierheim unterbringen.
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Ein Chinesisches Minihängebauchschwein und ein Waschbär mussten aufgenommen werden, da sie sehr schlecht gehalten wurden. Auf eindringliche "Bitten" des Vereins wurden sie uns übergeben. Sie konnten an gute Plätze vermittelt werden.
Lämmlein gefunden! Wie
kommt ein Lämmlein an einen Hauseingang, "ewig" weit von einer Schafherde?
Leider konnte es trotz intensiver Pflege und Tierarztbetreuung nicht gerettet werden.

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